Arbeitsmarkt

Erwerbstätigenquote

Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, oft im internationalen Vergleich verwendet.

Die Erwerbstätigenquote misst den Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (in Deutschland 15 bis 64 Jahre). Sie ist eine zentrale Kennzahl der Arbeitsmarktstatistik und ergänzt die Arbeitslosenquote, weil sie die tatsächliche Beschäftigungstiefe einer Volkswirtschaft beschreibt.

Deutschland weist im internationalen Vergleich eine hohe Erwerbstätigenquote auf, getragen vor allem durch hohe Frauen- und Älteren-Erwerbstätigkeit. Trotzdem bestehen Unterschiede: zwischen Bundesländern, zwischen Stadt und Land sowie zwischen unterschiedlichen Altersgruppen, Bildungsabschlüssen und Migrationshintergründen.

Für arbeitsmarktpolitische Entscheidungen ist die Quote besonders relevant. Hohe Erwerbstätigkeit bedeutet hohe Wertschöpfung und niedrigere Sozialausgaben, kann aber auch Engpässe befeuern. Niedrige Quoten in einzelnen Gruppen (zum Beispiel Migrantinnen oder Männer mit niedriger Qualifikation) deuten auf Integrationspotenziale hin.

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    Erwerbstätigenquote – Aussagekraft & Vergleiche | Lunigi