Eine Fortbildung baut auf einer bestehenden Berufsausbildung auf und vertieft, erweitert oder spezialisiert die fachlichen Kenntnisse. Das Berufsbildungsgesetz unterscheidet drei Stufen: Anpassungsfortbildung (Aktualisierung von Kenntnissen), Aufstiegsfortbildung (höhere Qualifikation – etwa Meister, Fachwirt, Techniker) und Umschulung (Wechsel des Berufs).
Klassische Beispiele für Aufstiegsfortbildungen sind Meister-Abschlüsse im Handwerk, Fachwirt-Titel im kaufmännischen Bereich oder Fachpfleger-Qualifikationen. Sie sind formal anerkannt, eröffnen Selbstständigkeit oder Führungsrollen und werden in tarifgebundenen Bereichen direkt mit höheren Eingruppierungen verknüpft.
Finanzierung erfolgt häufig über das Aufstiegs-BAföG (vormals Meister-BAföG), das bis zu 75 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten übernimmt. Daneben unterstützen Arbeitgebende, Tarifverträge oder Weiterbildungsfonds. Online-Plattformen, IHK-Akademien und private Anbieter bieten zahlreiche Kurse.
Lunigi sieht Fortbildung als zentrales Karriereinstrument für AI-sichere Karrieren – kuratierte Stellen würdigen entsprechende Abschlüsse und Spezialisierungen.