Das Anschreiben ist der persönliche Teil einer schriftlichen Bewerbung. Es beantwortet die Frage, warum genau diese Person sich auf genau diese Stelle bewirbt und welche Kompetenzen sie konkret einbringt. Anders als der Lebenslauf folgt das Anschreiben keiner streng tabellarischen Form, sondern ist ein argumentativer Fließtext von typischerweise einer Seite.
Ein gutes Anschreiben enthält Anschrift, Bezug zur Stellenausschreibung, eine Einleitung, drei bis vier Absätze mit Bezug zur ausgeschriebenen Stelle, Gehaltsvorstellung und frühestmöglichen Eintrittstermin (sofern gewünscht) sowie eine Schlussformel. Wichtig ist die direkte Anrede einer konkreten Person – „Sehr geehrte Damen und Herren" wirkt unpersönlich und signalisiert mangelnde Recherche.
Im Zeitalter automatisierter Bewerbungsprozesse hat das Anschreiben an Gewicht verloren. Viele Unternehmen verzichten ausdrücklich darauf, weil ATS-Systeme den Inhalt selten nutzen. Wenn ein Anschreiben gefordert ist, sollte es individuell verfasst sein und nicht aus generischen Bausteinen bestehen – HR-Verantwortliche erkennen ChatGPT-Standardtexte ohne konkreten Bezug zur Stelle nahezu sofort.
Für Lunigi-Nutzende ist das Anschreiben in der Vorbereitung wichtig: Wer sein Profil sauber pflegt und seine Motivation klar formulieren kann, profitiert auch beim semantischen Job-Matching, weil die zugrunde liegenden Kompetenzbeschreibungen besser greifen.